Blick auf alte Gräber in wilder Natur
 Paris – die Stadt der Liebe, Paris – die Stadt der Kunst, Paris – die Stadt der Abenteuer: Wenn Paris bei Nacht erwacht, entstehen Geschichten, die nur ein scharfes Auge und eine Kamera mit viel Feingefühl und Sensibilität einfangen können.

Genau dafür steht Brassaï, einer der größten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Unter dem Pseudonym Brassaï begann Gyula Halász in den frühen 1930er-Jahren seine nächtlichen Streifzüge durch die Straßen von Paris und schuf damit ein unvergleichliches fotografisches Erbe.

Die Ausstellung „Brassaï – Die geheimen Zeichen von Paris“ im Moderna Museet in Stockholm präsentiert über 160 Schwarz-Weiß-Fotografien des Künstlers. Besucher:innen können eintauchen in die nächtlichen Gassen, Bars, Tanzhallen und Graffiti der Stadt, die Brassaï in weichen Licht- und Schattentönen einfing.

Paris bei Nacht: Menschen, Orte, Geheimnisse

Brassaïs Werk dreht sich um drei zentrale Themen: die Stadt Paris mit ihren Menschen und Umgebungen, Porträts von Künstlern und deren Werken sowie das Graffiti der Stadt. Seine Bilder laden dazu ein, die Spuren menschlicher Aktivitäten zu entschlüsseln und die Rätsel der Stadt zu entdecken – von den berühmten Wahrzeichen wie Notre-Dame und dem Eiffelturm bis zu den intimen Szenen in Bars und Bordellen. Sein Durchbruch kam 1933 mit dem Buch Paris de nuit, das viele seiner ikonischen Motive enthält. Die Ausstellung zeigt nicht nur seine Fotografien, sondern auch den Film Tant qu’il y aura des bêtes aus den 1950er-Jahren, der 1956 beim Cannes Film Festival als innovativster Kurzfilm ausgezeichnet wurde.

Der Künstler: Von Brassó nach Paris

Geboren 1899 in Brassó, damals Teil von Transsilvanien (Ungarn), studierte Gyula Halász alias Brassaï in Budapest und Berlin, bevor er 1924 nach Paris zog und den Künstlernamen Brassaï annahm – „aus Brassó“. Er war ein vielseitiger Künstler, der Zeichnung, Malerei, Skulptur und Fotografie parallel verfolgte. In den Pariser Künstlerkreisen, insbesondere durch Kontakte zu den Surrealisten und Pablo Picasso, entwickelte er ein feines Auge für das Unerwartete und Übersehene. Brassaïs Interesse am Graffiti führte zu einer umfangreichen Fotoserie bis in die 1950er-Jahre, parallel zu seinen Reportagereisen nach Brasilien, Griechenland und Schweden. Seine Arbeiten wurden in ganz Europa und den USA ausgestellt, bis er 1984 starb.

Die Ausstellung erleben

Die Ausstellung gliedert sich in drei Bereiche: legendäre Nachtaufnahmen von Paris, die Dokumentation von Graffiti und weitere Szenen des Pariser Lebens. Freitags ist der Eintritt ins Moderna Museet übrigens von 18–20 Uhr kostenlos (ohne Late Picasso).

Tickets:
Regulär: 170 SEK (online 160 SEK)
Ermäßigt: 140 SEK (online 130 SEK)
Kostenlos für unter 18-Jährige und Klubb Moderna

Fazit: Ein Muss für Fotografie- und Kunstliebhaber

Brassaï zeigt Paris, wie man es noch nie gesehen hat: geheimnisvoll, lebendig und intim. Die Ausstellung ist eine Hommage an die Stadt, ihre Menschen und die unsichtbaren Spuren des Lebens – ein Muss für alle, die Fotografie, Kultur und die Magie der Nacht lieben. Alle Infos: https://www.modernamuseet.se/stockholm/en/